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Erfahrungsbericht Snowy
Therapieverlauf
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Seite 1 von 2

Erfahrungsbericht aus
Kirsten`s Arbeit: 

Seit 15 Monaten arbeite ich nun schon mit S.. Im Vorgespräch erfuhr ich,
dass die Familie sehr unter der Hundephobie ihres 21 jährigen Sohnes
leidet. S. ist Authist und ca. 175 cm groß. Zitat der Eltern: " Unsere
Lebensqualität nimmt mehr und mehr ab."  So gab es Situationen, dass
S. unvermittelt in Panik auf die Straße sprang, wenn ihm ein Hund be-
gegnete. Dabei war es unwichtig ob der Hund angeleint oder nicht an-
geleint war. Es ging sogar soweit, dass die Eltern nur noch nachts mit S.
die Wohnung verlassen konnten,um Luft zu schnappen. Aber auch dabei
begegneteten ihnen von Zeit zu Zeit Hunde. Beide Eltern waren sehr ver- 
unsichert, da es durch S. nicht einzuschätzendes Verhalten immer
gefährlicher für die gesamte Familie wurde, ihn mitzunehmen, nur allein
zu Hause lassen konnten sie ihn auch nicht.

So lernte ich S. also durch einen gemeinsamen Bekannten kennen, nach
einem intensiven Erstgespräch, in dem ich viel von den Eigenarten und
Gewohnheiten von S. erfuhr, machte ich mir viele Gedanken. Klar war die
therapeutische Maßnahme sollte nicht in der elterlichen Wohnung statt-
finden, da der persönliche Schutzraum von S. für mich und den Hund
tabu war. Nach intensiven Überlegungen sollten es dann die Werkstätten
für Beeinträchtigte als Einsatzort sein, hier fühlt sich S. sicher und ge-
borgen. Es gab viel Platz, Verständnis und Unterstützung. Nach einigen
Absprachen bzw.Klärungen stimmten die Werkstätten zu. Dafür möchte
ich mich recht herzlich bedanken.

Es gab zwischenzeitlich auch immer wieder Einbrüche, weil S. im
Umfeld wieder schlechte Erfahrungen machte, dies warf uns immer
wieder zurück, doch im Großen und Ganzen ging es recht schnell voran.

Ich wechsle immer mal den Hund damit S. sich nicht nur auf mich und
den einen Hund fixiert und dann nur vertrauensvoll dem einen Hund
gegenüber ist, sondern auch zu anderen Hunden Vertrauen aufbaut. 
Hauptsächlich setze ich meinen Mischlingshund "Snowy" ein, doch hin
und wieder, wenn es passt und die Zielsetzung es erlaubt, nehme ich
unsere ältere Colliehündin "Conny" mit.

Durch die Rückmeldungen des Umfeldes ( z.B. der Eltern ), wird deutlich,
dass sich die Eltern wieder trauen mit S. die Wohnung zu verlassen und
gemeinsame Spaziergänge wieder entspannter erlebt werden.

Seit einiger Zeit macht S.sehr große Fortschritte, er erträgt es, dass
"Snowy" direkt neben ihm liegt. Hin und wieder schafft er es den Hund zu
streicheln, dies ist ganz stark tagesformabhängig bzw. spielt auch das
Umfeld und die Atmosphäre während der therapeutischen Maßnahme
eine wichtige Rolle.

Die Fotos die hier zu sehen sind, wurden zum Geburtstag von S. ge-
macht, er musste sein Geschenk vom Halsband des Hundes abnehmen,
was ihm mit Hilfe seiner Eltern auch gelang.

Die Arbeit mit S., seiner Familie und meinem "Snowy" macht mir sehr viel
Spaß und ich lerne täglich dazu. Es wird deutlich, wie viel man mit Tieren
bewirken kann, wenn vorsichtig und kontinuierlich gearbeitet wird und
alle dabei an einem Strang ziehen.

Allen Beteiligten möchte ich DANKE sagen für die Erfahrungen,
die ich machen darf.


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